Wo bleibt die Zukunft der Pulheimer Schulen?

Die Schulbaurichtlinie, der Schulentwicklungsplan und die Corona Krise zeigen es deutlich: Die Pulheimer Schulen sind den Anforderungen einer zukunftsfähigen Bildung nicht mehr gewachsen. Die Schülerzahlen steigen, die pädagogischen Anforderungen an die Infrastruktur sind erheblich und die aktuellen Herausforderungen an die digitale Ausstattung enorm. Unsere Lehrer engagieren sich besonders in diesen Tagen. Sie gewährleisten den Schulbetrieb. Die Hilfe von außen ist durch fehlendes Personal nur eingeschränkt möglich.

Der Zustand der Schulen ist einer modernen Zivilgesellschaft nicht mehr würdig. Der Sanierungsstau erheblich. Die Stadtverwaltung schafft es nicht, die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten, geschweige denn umzusetzen. Von den sanitären Anlagen über nicht-regulierbare Heizungen bis hin zur mangelnden digitalen Ausstattung sind die Defizite spürbar und werden von Lehrern und Schülern als fehlender Respekt und auch als demütigend wahrgenommen.

Es gibt Geld im Haushalt, es gibt Fördergeld für die „Gute Schule“ und aus dem „Digitalpakt“. Nur diese Mittel werden von der Stadtverwaltung kaum oder gar nicht verwendet. Sie bleiben im Haushalt kleben, werden nicht verausgabt und in die Folgejahre verschoben oder sie werden erst gar nicht bei den Fördergebern beantragt geschweige denn ausgeschrieben.

Die FDP fordert seit Jahren die Sanierung der Infrastruktur, eine bessere digitale Ausstattung und die Einstellung eines Spezialisten für Fördergelder. Leider ist das nicht oder nur unzureichend geschehen. Der Schaden für die Schüler, für ihre Zukunft ist groß. Das Vertrauen in das System sinkt. 

In 2015 wurden Sanierungspläne gemeinsam mit Politik, Lehrern und Eltern entwickelt. Das Ergebnis: Wir brauchen mehr als 50 Mio. € um die Schulzentren der Stadt Pulheim auf Stand zu bringen, um denaktuellen pädagogisch/didaktischen sowie den Anforderungen an Integration und Inklusion gerecht zu werden und auch den nötigen Raum zu schaffen. Viel Geld, aber notwendig. 

Angesichts der aktuellen Situation und der Erwartung, dass es eine Vor-Corona-Zeit nicht mehr geben wird, bedeutet: Die Zukunft kann nur mit modernen Gebäuden und einer entsprechenden digitalen und räumlichen Infrastruktur gemeistert werden.

Die FDP fordert daher den Neubau eines Schulzentrums in Pulheim. Nur so kann für eine zukunftsfähige Pulheimer Bildungslandschaft gearbeitet werden. Das neue Schulzentrum soll mit schüleradäquaten Konzepten arbeiten ohne Raumnot und mangelnde umweltunfreundliche Infrastruktur. Nur mit ihnen schaffen wir den Sprung in die digitale Zukunft. 

Bleibt die Frage, wer zahlt das? Moderne Finanzierungsmodelle ermöglichen die Lastverteilung auf Zeit und die Verlagerung der Betriebsaufgaben und Instandhaltung auf Dritte. Ein Modell ist das Public Private Partnership Modell. Andere Kommunen und auch Pulheim kennen und nutzen schon die unterschiedlichen PPP Ansätze, die die Grundlage sind für die Umsetzung eines so wichtigen Projektes für die Pulheimer Bildungslandschaft.