Problematische Flächennutzungen können nicht einfach ausgelagert werden. FDP-Stadtverband und FDP-Ratsfraktion fordern Transparenz zum geplanten Windpark der Stadt Köln auf Pulheimer Gebiet.

Der Rat der Stadt Köln hat jüngst in nicht-öffentlicher Sitzung (!!) beschlossen, eine ihr gehörende Ackerfläche in Pulheim-Stommeln dahingehend zu untersuchen, ob dort die Errichtung von Windrädern möglich ist (Kölner Stadtanzeiger vom 21. Mai 2020: „Köln will Windräder lieber im Umland. Seit Jahren findet sich im Stadtgebiet keine Fläche, nun könnte es ein Areal in Pulheim werden.“). Seitens der Pulheimer Stadtverwaltung gibt es dazu bis dato keine Stellungnahme.

FDP-Stadtverband und FDP-Ratsfraktion fordern die Verwaltung unmissverständlich auf, zu diesem Vorhaben aktiv Stellung zu beziehen. „Es kann grundsätzlich nicht sein, dass eine Stadt problembehaftete Flächennutzungen – hier das Aufstellen von Windrädern – einfach in eine Nachbarkommune auslagert“, so FDP-Stadtverbandsvorsitzender Martin Gawrisch. Der Vorsitzende des FDP-Ortsauschusses Stommeln Dr. Phil Friedrichsmeier ergänzt: „Der Abstand der in Stommeln von der Stadt Köln geplanten Windräder zur Bebauung beträgt nur rund 700 Meter. Momentan liegt der gesetzliche Mindestabstand aber bei 1500 Metern, der mit dem geplanten Vorhaben deutlich unterschritten wird.“

Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Pulheim Prof. Dr. Martin Wortmann hierzu: „Die Planungshoheit liegt bei der Stadt Pulheim. Sie muss dafür sorgen, dass gesetzliche Regelungen wie der Mindestabstand bei der Aufstellung von Windrädern auch eingehalten werden. Außerdem sollte sie ‚Auslagerungsbestrebungen‘ von problematischen Flächennutzungen entgegenwirken.“ Die Pulheimer Liberalen sind sich einig, dass das gesamte Vorgehen sicher nicht für mehr Akzeptanz bei der Errichtung von Windkraftanlagen in Pulheim führen dürfte.

Bemerkenswert am Rande: Die Aussichtsplattform in Pulheim-Stommeln bekommt nach langer Zeit vielleicht eine (sich) bewegende Aussicht…