Kammeroper Köln verlässt Pulheim/FDP kritisiert mangelnde Unterstützung durch die Stadt

Mit gerade mal 1.000 € unterstützt die Stadt Pulheim die Kammeroper Köln. Die Quittung ist nun da: Zum Mai 2020  wird Pulheim auf ein kulturelles Juwel verzichten müssen. Köln hat finanzielle Unterstützung geboten und Gehör gefunden.

2014 startete die Kammeroper Köln ihr Programm im Walzwerk Pulheim und entwickelte sich zu einem attraktiven kulturellen regionalen Angebot.  Gebetsmühlenartig hat die Stadt Pulheim die Wichtigkeit des Projektes betont. Gerne ist man zu den Aufführungen gegangen. Als es um finanzielle Unterstützung für diesen Kulturbetrieb ging, war es allerdings vorbei mit den schönen Worten. Anträge der FDP Fraktion auf eine höhere Förderung wurden durch die Schwarz/Grüne Koalition weggebügelt. Das Argument: Die Kammeroper wird privat betrieben. „Stimmt“, so Prof. Dr. Martin Wortmann, Fraktionsvorsitzender der FDP im Stadtrat Pulheim, „aber wie wir alle wissen, ist der Kulturbetrieb unterbezahlt und überlebt nur mit öffentlicher Unterstützung.“ 5000 € durch die Stadt Pulheim hätten ausgereicht, um zusätzliche Finanzierungen beim Land zu beantragen.

Nun ist es zu spät. Die Pulheimer Stadtverwaltung inkl. CDU und Grüne haben wieder einmal gezeigt, dass sie an (privater) Kultur für unsere Stadt und ihre Bürger ein überschaubares Interesse haben. Die FDP wünscht der Kammeroper viel Erfolg, auch wenn wir nun wieder eine Anreise nach Köln auf uns nehmen müssen.